Mehrdimensionale Zuordnung wie am besten umsetzen?


#1

Guten Morgen,
wir betreiben einen kleinen Shop für Motorradzubehör.
Wir würden gerne dem Kunden die Möglichkeit geben, nur Artikel für sein Motorrad zu suchen und anzeigen zu lassen, z.B. BMW | Bj. 2015 | Modell: S1000RR

Im Endeffekt gäbe es dann mehrere Tausend Zuordnungen von Artikel zu Kategorien. Es gibt z.B. Bremsen, Öl, Reifen, Lenker etc… für mehrere hundert Motorräder.
Wie setzt man das am besten um? Bekommt man vom Großhändler eine CSV mit den Artikeln und muss diese dann jedes Mal händisch den Kategorien zuordnen?

Wir würden das gerne irgendwie automatisieren, am liebsten Zugang zum Großhändler haben aber keine Idee wie das in der Paxis umgesetzt wird. Die großen Händler wie z.B. ATU müssen das doch auch regelmäßig machen.
Momentan reduzieren wir uns auf die gängisten Modell und pflegen diese händisch ein.

Vielen Dank im voraus für Eure Tips und Erfahrungen.
VG Philipp


#2

moin,
gibts da nicht sowas wie eine Fahrzeugidentifikationsnummer, die für den Hersteller + Modell + Baujahr steht?
Dann wäre das ggf über Tags machbar.
Bzw wenn du die CSV bekommst, wie ist dort die Zugehörigkeit zu den bestimmten Modellen hinterlegt?


#3

Es ist nicht so ganz klar was du suchst, eine technische Lösung für das Frontend zur Filterung oder eine Lösung dafür wie die Daten in einer bereits bestehenden Lösung eingelesen werden, oder alles zusammen. Wie man an die Daten kommt was zusammenpassen könnte musst du herausfinden, evtl. hat ein Großhändler diese oder die Hersteller, am Ende wird man das wahrscheinlich mehr oder weniger selbst pflegen müssen. Auf der anderen Seite wird man sich Gedanken machen müssen wie die Filterung nach Modell im Frontend ablaufen soll, mit Kategorien allein wird das nicht möglich sein.


#4

Hi,
ich wollte mir grundsätzlich einen Überblick verschaffen, wie das andere Shopbetreiber so machen.
Ob generell eher eine eigene Struktur aufgebaut wird oder ob die CSV des Hersteller genommen/angepasst und importiert wird oder ob sogar eine Schnittstelle zur Datenbank des Herstellers besteht und man so die Daten anzapft.
Momentan schauen wir selbst was der Hersteller anbietet und pflegen das bei uns ein, das ist sehr mühsam und nicht wirklich effektiv. Bei nur 500x Artikel und 10 Kategorien wäre mir das auch egal…

Vg Philipp


#5

Im Grunde ist es gar nicht so schwierig die Artikel automatisiert den Kategorien zuzuordnen. Die Kategorien existieren ja schon, somit benötigst du nur die täglich aktuelle csv (die du vermutlich per URL laden kannst) um die Artikel per Cronjob den jeweiligen Kategorien zuweisen zu können. Ich habe dafür ein Filter angelegt, der Anhand bestimmter Parameter in der csv (z.B. EAN oder was auch immer) den Artikel in der Kategorie speichert.
Klingt vielleicht einfach, muss aber alles einmalig entwickelt werden. Schwieriger wird es mit der Filterung nach Fahrzeugtyp. Was du benennst wie Öle so wären das Betriebsstoffe, das ist ja schon eine Kategorie, genauso wie Reifen, ich denke auch das es über Tags lösbar ist.

Grüße aus Berlin


#6

Boar, ein weitläufiges Thema. Ich hatte selbst mal eine Weile das Vergnügen eines Einblicks in die IT und die Purchasing-Prozesse der Automotive-Branche. So einfach ist es eben leider nicht, dass man sich da mal eben eine CSV per URL ziehen kann und darf.

Oft kommen diese Daten (historisch gewachsen) aus dem sog. “Main Frame”, AKA “Host”, einem Großrechner, der so groß ist wie eine Fabrikhalle und der seinerzeit mit Kobol oder so programmiert wurde… Von dort werden diese Explosionszeichnungen mit allen Ersatzteildaten gezogen, die Ihr aus der Werkstatt Eures Vertrauens kennt. An diese Daten kommt aber eben nicht jeder ran; man schafft schon vorher über Online-Bewerbungs-Systeme und schaut sich die Leute genau an, mit denen man da arbeiten möchte.

@Bissie, kannst Du dazu vielleicht was sagen - Ihr habt so etwas doch kürzlich umgesetzt?

@haeringer-motorsport: Philipp, ich habe mir grad nochmal Euren Shop angeschaut, da sind noch ein paar andere Dinge im Argen. Ihr sitzt ja auch direkt in Freiburg. Mich juckt es ja in den Fingern, mal bei Euch im Postfach vorbeizukommen und mit Dir auf einen Kaffee zu sprechen aber ich bin leider nur vom 15. auf den 17. November für unseren Partnertag dort und schwer eingebunden. Vielleicht macht es ja Sinn, mal mit jemandem zu sprechen, der sich damit auskennt?


#7

@Marco - Also für mich klingt das verdächtig nach Dropshipping/ViND und dann kann es genauso einfach sein, solche csv Importer setzte ich seit einigen Jahren um u.a. auch für die Automobilbranche.
Was du erwähnst mit schematische Darstellungen, ist eher für den stationären Ersatzteilverkauf bei großen Herstellern (VW, Mercedes, etc.) gedacht, teils auch für Werkstätten, wobei ich dort mit Autodata zu tun habe. Im Onlinehandel wird das aber wohl weniger umgesetzt, Bsp. kfzteile24 auch die verwenden stationär nur ihre Daten aus dem Shop ohne Explosionsdarstellungen.
Das Cobol noch verwendet wird verwundert mich ebenso, klingt irgendwie bei dir nach Zuses Zeiten, Großrechner und Cobol für Lochkarten. :wink: aber ja man kann nie wissen.

Grüße aus Berlin


#8

Hallo Zusammen,
erstmal herzlichen Dank dafür das ihr Euch so rege an der Sache beteiligt, danke!

Zunächst muss ich auch noch was klarstellen. Ich betreibe den Shop nur nebenher, d.h. ich muss ständig den Kosten/Nutzen Faktor berücksichtigen. Hauptberuflich bin ich Informatiker :slight_smile:
Ich habe jetzt von einem Hamburger Großhändler eine CSV-bekommen mit mehreren Tausend einträgen, die wir so garnicht umsetzten können. Alleine die Zuordnung zu Kategorien würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.
Ich glaube für uns ist es nach wie vor einfacher alles händisch zu pfelgen, d.h. neue Motorradmodelle als Kategorien anlegen und entsprechende Produkte zuweisen.
Ich dachte nur das es mittlerweile vielleicht eine Art “Standard-Schnittstelle” unter den Großhändlern gibt wie sie ihre Daten zur Verfügung stellen.
Vielleicht schaue ich mir die Csv-Datei des Großhändlers an und gucke was wir damit umsetzten können.

Vg Philipp