aus der Hüfte: Der wahrscheinlich hochfrequentierte Shop mit tollen Produkten bei schütterem Haar. Da sitzt Du doch auch an den Knöpfen.
Hätte zu gerne gewusst, wie da die Professionellen den Artikelstamm pflegen. Live - oder per Import aus was Eigenem oder Externen?
Ist ja nicht wirklich eine progressive Aussage, wenn man in den Raum stellt, der Oxid eigene Admin sei schon etwas für die Hasen und sehr geeignet, die Lust bei entsprechendem Stamm oder Frequenz zu verlieren. Wie machen die das ? Oder meinetwegen Magura. Edeka oder Trigema - bauen die von Grund auf neu oder was zugekauftes als Fundament? Bzw. wirds bei den ganz Dicken wohl direkt aus SAP kommen (?).
ah, der Shop ist gar nicht so hoch frequentiert, wie du denkst
Für die Produktpflege gibts viele Möglichkeiten, da kommt es mehr auf die Geschäftsprozesse im Hintergrund und das Drum-Herum an. Es könnte eine kleine WaWi sein, wenn man alleine da sitzt, aber auch PIM System oder ein richtiges ERP, wenn man mehrere Mitarbeiter beschäftigt.
Trigema ist ein EE Shop mit mehreren lokalen Filialen, da läuft mit Sicherheit ein dickes ERP irgendwo im Keller mit POS Anbindung und steuert den Bestand im Lager und allen Filialen, Finanz- und Rechnungswesen, bestimmt auch den Einkauf.
Edeka ist keine Kette wie LIDL oder Aldi, es sind mehrere selbstständige Händler und einzelne Geschäfte, die quasi Franchise-mäßig unter einem Namen verkaufen. Es könnte also gut sein, dass zwei Edekas in der selben Stadt verschiedenen Unternehmern gehören und unterschiedliche Angebot+Preise haben. Wie ich gehört habe, gibt es zwar ein zentrales ERP der Edeka-Gruppe, wo die einzelnen Geschäfte Produkte mitbestellen können um an bessere Konditionen zu kommen, aber keine zentrales Produktmanagement für die Shops. Die einzelnen Geschäfte haben auch eigene Seiten im Web.
Bei uns ist alles historisch aus dem Shop gewachsen, dort wurden die Produkte angelegt und später in ein ERP exportiert. Die Produktpflege ist kompliziert, die Preise und der Bestand kommen nachts per CSV und Cronjob aus dem ERP, der Rest (Bilder, multilinguale Beschreibungen, Attribute, etc) aus einer externen Medienverwaltung die auch gleichzeitig unser PIM ist.
Im Shop Backend werden nur noch Gutscheine angelegt, akute kleine Änderungen an der Produktbeschreibung durchgeführt und ich bin gelegentlich drin, um Error Logs zu checken und stichprobenartig Bestellungen mit Zahlung über SÜ zu prüfen.
merci. Interessant.
Wenn jemand mitliest: So der gemeine CE Shop – der hat ja das CE Präfix, weil er eben vielleicht nicht 3 mio Umsatz macht. Sagen wir mal der läuft mit Marge „ganz nett“ um 6 - 700.000/a. Da jetzt intern die Prozesse neu modellieren ist vielleicht verfrüht, weil man das Kerngeschäft, das sich nicht im Internet abspielt, ja mitziehen müsste und dieses vom Deckungsbeitrag auf anderen Ebenen agiert. Alles also zunächst objektiv suboptimal läuft – wenig stringent – aber eben seit Jahren gut abgehangen funktioniert.
Was ist wohl dem anzuraten, der mit dem Admin auf Grund anstehender Sortiment Erweiterung nicht mehr mit dem out oft the Box Admin klarkommt? Mehr zeitlich und nervlich mein ich.
Wie haben das andere gemacht, die nicht direkt auf SAP small business etc. springen konnten oder wollten? Mir ist das ehrlich gesagt zurzeit Wurscht, wie die meine Aufträge hier intern in die veralterte ERP bekommen. Und zurück. Ich halte mich einfach viel zu lange im Admin auf und bin eigentlich ununterbrochen genervt und produziere dadurch Fehler. Ich spreche nur vom Artikelstamm + Pflege.
von SAP würde ich allgemein die Finger lassen, denn SAP ist nicht gleich SAP.
Die Firma SAP hat gewisse andere Software von anderen kleinen Firmen abgekauft und vertreibt sie unter dem eigenen Namen. Da denkt jeder “Wow, SAP und auch bezahlbar! Geil!” aber dann entpuppt sich das adoptierte Kind als absoluter… nennen wir es mal “Rinderkompost”.
Eine Firma, die wir betreuen, ist so gleich in mehrere SAP Fallen getappt.
Was genau stört dich denn im Admin?
Ich würde mich vermutlich nach einer kleinen WaWi bestenfalls mit einer OXID Schnittstelle umschauen. Vorzugsweise etwas webbasiertes, denn im Vergleich zu herkömmlichen Windows Anwendungen schreiten Webinterfaces im Bezug auf Usability und Design sehr viel schneller Voran.
Wenn ich mir unsere aktuelle und die vorherige ERPs anschaue, da läuft mir der kalte Schauer den Rücken herunter, wenn ich dieses “nicht-responsive” Fenster sehe, das aus 150 Eingabefeldern, deren Beschriftungen aus Platzgründen mit einem oder bestenfalls zwei Buchstaben abgekürzt sind, und einer halben Excel Tabelle besteht. Für sowas hätte man einen Webdesigner bereits 1995 öffentlich verbrannt.
allein an Deiner Rhetorik weitet sich ja mein Herz seit Wochen zu einem saftigen Steak ^^
Mir seien ein paar hemdsärmelige Hinweise erlaubt:
[ul]
[li]Wir (OXID) verkaufen für die PE und die EE eine ERP/SOAP-Schnittstelle. Mit diesem Geschoß entwickelst Du die Schnittstelle für die WaWi eigentlich nur noch gegen SOAP.
[/li][li]Falls die WaWi, die Dein Chefchen offensichtlich ins Auge gefasst hat, eine direkte Schnittstelle zu OXID anbietet, wäre es ein genialer Wurf. Offenbar ringt man aber noch um eine Entscheidung?
[/li][li]Bisher waren brauchbare ERPs mit OXID-Anbindung nur zum sehr grossen Preis zu haben, unbrauchbare zu sehr kleinem Preis. Es gibt wohl zwischenzeitlich gute Alternativen irgendwo dazwischen.
[/li][li]Hat es denn noch Zeit? Eine Alternative wäre wohl auch eine REST-Schnittstelle über den sog. neuen Admin, der kein neuer Admin im Sinne von GUI wird sondern eher eine REST. In dem Fall brauche ich Dich als Alpha-User
[/li][/ul]
Gruß
Moin moin,
zufälligerweise bin ich hier über den Forumartikel aufmerksam geworden.
Du sprachst die “großen” Unternehmen an, die ihre Artikelstammdaten auch ebenfalls pflegen müssen. Dazu gibt es von OXID z.B. die von Marco angesprochene ERP-Schnittstelle die vielerlei Möglichkeiten bietet Daten in den Shop einzupflegen oder zu bearbeiten.
Wenn man häufiger einmal den Blog von OXID ließt, kann man sich auch ebenfalls ein paar nette Einblicke verschaffen, wie “große” ihre Daten pflegen.
Beispiel: